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Bezirkslager (früher Gaulager) „Wasserkante“ Ahlen-Falkenberg 1969

Ungefähr zehn Jungen aus Cadenberge nahmen im Jahr 1969 am Gaulager (heute Bezirkslager genannt) im Bereich des Ahlenfalkenberger Moores teil. Diese Treffen mehrerer Pfadfindergruppen aus dem Elbe-Weser-Dreieck dienten dem Kennenlernen, auch durch den freundschaftlichen Wettstreit in naturkundlichen und sportlichen Aktivitäten. Eine große Rolle spielte durchaus die Geschicklichkeit beim Lageraufbau. Ideenreiche Zeltkonstruktionen, imposante Turmbauten, die Gestaltung des Lagerfeuerbereichs und der Koch-und Essgelegenheiten wurden als Kriterien für die Auszeichnung der erfolgreichsten Gruppen mit dem so genannten Gaubanner (Fahne mit Pfadfindermotiv) bewertet. In diesem Jahr waren die Cadenberger die Prämierten.

Die Anreise mit dem Fahrrad, die Erkundungen der Umgebung und die Arbeiten auf dem Zeltplatz sorgten natürlich regelmäßig für großen „Kohldampf“ bei allen Teilnehmern. Dabei ist zu betonen, dass wir uns auf alle Mahlzeiten als Selbstversorger vorzubereiten hatten. Einfach war es mit dem Trinkwasser, das in den Feldflaschen mitgeführt wurde. Das Teekochen, Kaffeebrühen und das Schmieren von Käsebroten gelang selbst den Ungeschicktesten. Aber auch beim Mittagessen wussten wir uns gemeinsam zu helfen. Zumeist standen Nudeln, einfache Eintopfgerichte oder Kartoffeln mit Würstchen auf dem Speiseplan. Gekocht wurde im Hordentopf über dem offenen Feuer. Und das Abschmecken der Gerichte mit Salz und einfachen Gewürzen übernahmen in der Regel die Älteren (Fahrtenprofis) in unserer Gruppe; meist mit mehr, manchmal aber auch mit weniger Erfolg. Gegessen wurde aus dem Kochgeschirr (ein Blechbehälter mit Deckel); dazu benutzten wir das (dreiteilige) Fahrten-Besteck.

Besonders beliebt war an den abendlichen Lagerfeuern der selbst zubereitete Tschai – eine Art Pfadfinderpunsch – für den es die unterschiedlichsten „Rezepte“ gab. Grundlage für das Heißgetränk waren schwarzer Tee und/oder oder Fruchtsäfte, die dann je nach „Geheimtipp“ mit Zimt, Honig, Rosinen oder anderen Zutaten verfeinert wurden. Ab einem bestimmten Alter durften dem Wundertrank dann auch geringe Mengen von Rotwein zugegeben werden. Getrunken wurde der Tschai zünftig aus den eigens aus Kokosnussschalen gebastelten Trinkgefäßen. In der Mitte zersägt und an drei durchbohrten Stellen mit schmalen Lederriemchen befestigt, konnte der  Trinkbecher bei der Fahrt am Fahrrad, bei der Wanderung am Rucksack und im Zeltlager auch einfach am Hosengurt befestigt werden.
Pfadfinder waren eben immer erfindungsreich und praktisch.

Fahrradcheck

Der Zeltaufbau

Dreibein als Hochsitz

Die Erbauer

Essen fassen

Abgeschmeckt

Banner-Übergabe

Das Lagergelände am Abend

Alle am Tisch

Quatschen und schnitzen

Zeltabbau