Fotoalbum

Bundeslager 1968 Eckernförder Bucht/Schleswig-Holstein

Ein besonderes Erlebnis wurde uns im Sommer 1968 beschert: Das Bundeslager der Christlichen Pfadfinder wurde in Norddeutschland ausgerichtet. Genauer gesagt: An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste in der Eckernförder Bucht. Die direkte Fahrtstrecke von Cadenberge dorthin betrug rund 130 Kilometer. In unserer Planung gab es jedoch noch einen „Prolog“. Zu acht starteten wir mit unseren Fahrrädern mehrere Tage vor Lagerbeginn. Die Fahrt ging zunächst über die Oste-Fähre in Geversdorf und dann über die Elbe-Fähre von Wischhafen nach Glückstadt in Richtung Husum an die Nordseeküste.

Auf der Halbinsel Nordstrand  schlugen wir für einige Tage bei herrlichstem Sommerwetter unsere Kohte im Garten des Pfarrhauses auf. Von dort aus waren Unternehmungen wie die Erkundung der Umgebung und eine Wattwanderung von der Insel Pellworm zur Hallig Süderooge geplant. Sehr gut ist sicher allen noch in Erinnerung, dass wir dort an einem Tag unser Abendbrot geangelt haben. Die Vorfreude auf die köstliche Fischmahlzeit war groß. Groß war allerdings auch die Zurückhaltung in der Gruppe, als es darum ging, Freiwillige mit ihren Fahrtenmessern für die Zubereitung der Fische über dem offenen Feuer zu finden. Aber geschmeckt hat es am Ende allen trotzdem.

Von Nordstrand aus fuhr die Gruppe dann in einer, als durchaus ambitioniert zu bezeichnenden, Tagestour die knapp 60 Kilometer quer durchs Land an die Ostsee. Das Ziel war der Ort Ludwigsburg in der Nähe von Eckernförde. Dabei gilt es zu bedenken, dass wir unsere gesamte Ausrüstung (Zelt, Schlafsäcke, Bekleidung, Lebensmittel, diverses Zubehör und die Gitarre) transportieren mussten. Die Mehrheit der Radelnden war im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. Und die Räder hatten damals natürlich nicht annähernd den Standard der heutigen Tage. Sowohl die Bereifung als auch die Qualität der Gepäckträger ließen zu wünschen übrig; es gab maximal eine Drei-Gang-Schaltung und auch echte Fahrradwege waren kaum vorhanden. Diese Fahrt kann also getrost als wirklich „beachtliche Leistung“ verbucht werden. Zumal es auch noch gelang, wirklich größere Schäden oder gar Unfälle zu vermeiden.

Umso mehr wuchsen dann der Stolz und die Freude, beim Bundeslager selbst zusammen mit tausenden Gleichgesinnten gemeinsam in die große bunte und internationale Pfadfinderwelt abtauchen zu können: Gleichsam in einem Meer von Kothen und Jurten (Großzelte), Flaggen und Wimpeln bei sportlichen Wettbewerben, großen Meetings, Gesangsrunden, riesigen Lagerfeuern und vielen Abenteuern beim Boot fahren und Baden im sommerlich-warmen Wasser der Ostsee – sozusagen direkt vor dem eigenen Zelteingang.

Am Nordostseekanal

Angeln, zubereiten, verspeisen

Im Watt bei Pellworm

Auf dem Weg zur Lagereröffnung

Unterwegs im Regen

Am Ziegelofen

Fußbäder

Ein schattiges Plätzchen am Marktplatz in Husum

Versammlung aller Teilnehmer

Turmbau

Vor dem Zelt die Ostsee

Lagereröffnung durch die Bundesleitung der CP

Musikalische Übungsstunde

Blick über das Lagergelände

Klamauk am Abend

Alles im Blick

Die Fahnen im Wind

Das Lagerfeuer zum Abschluss